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Tom58

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1

Samstag, 14. September 2019, 10:15

HDR vs. RAW

Hallo zusammen,

ich bin ja nach wie vor von Belichtungsreihen und der dadurch erzielbaren Steigerung des Dynamikumfangs überzeugt. Allerdings stelle ich mir manchmal die Frage, ob es in jedem Fall die 3-fache Datenmenge Wert ist?

Beim letzten Südfrankreichurlaub mache ich so Pano um Pano und plötzlich meint meine Kamera - Speicherkarte voll! Hallo? Ein paar Panos und die Speicherkarte voll? Ich schaue auf die Anzahl und da steht "933 Fotos" (mit Fehlbelichtungen). Das sind gerade mal 38 Panos und klar, mit einer 64GB Karte wäre das nicht passiert - aber was für eine Datenmenge!

Das muss jetzt noch alles durch die Bearbeitung und deshalb meine Frage: Ist der Unterschied im Endergebnis zwischen HDR als Ausgangsbasis für PTGui und Single-RAWs tatsächlich den ganzen Aufwand Wert?

Vielen Dank für eure Meinung!

2

Samstag, 14. September 2019, 11:14

Mein Gott, soviel Text und nur weil Deine Speicherkarte zu klein ist. Das ist nunmal wirklich kein Grund mehr.

Aber wenn Dir Deine Bilder den Mehrwert durch RAW oder Belichtungsreihen nicht wert sind mach einfach weniger Panoramen (gerade in Südfrankreich, wo man ja jedes Wochenende hinfahren kann) und gut ist.


Tom58

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3

Sonntag, 15. September 2019, 10:17

Mein Gott, soviel Text und nur weil Deine Speicherkarte zu klein ist. Das ist nunmal wirklich kein Grund mehr.

Aber wenn Dir Deine Bilder den Mehrwert durch RAW oder Belichtungsreihen nicht wert sind mach einfach weniger Panoramen (gerade in Südfrankreich, wo man ja jedes Wochenende hinfahren kann) und gut ist.



Vielen Dank für den qualifizierten, freundlichen und durch und durch hilfreichen Kommentar! Da macht es richtig Spaß weitere Fragen zur Diskussion zu stellen.

4

Montag, 16. September 2019, 12:47

Warum benutzt Du denn eine so winzige Speicherkarte?

400 Gigabyte Speicher haben einen vertretbaren Preis und Du möchtest auf Qualität verzichten, weil du an deiner Karte hängst, welche die meisten bereits vor 5 Jahren entsorgt haben, weil einfach zu klein?

Oh man.

Tom58

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5

Montag, 16. September 2019, 17:26

Warum benutzt Du denn eine so winzige Speicherkarte?

400 Gigabyte Speicher haben einen vertretbaren Preis und Du möchtest auf Qualität verzichten, weil du an deiner Karte hängst, welche die meisten bereits vor 5 Jahren entsorgt haben, weil einfach zu klein?

Oh man.


Oh man, völlig richtig!


Versteht denn hier keiner die Frage????? Ich hänge nicht an der 32GB Karte, das war einfach nur Nachlässigkeit und Blödheit. Aber kann mal hier jemand die einfach Frage beantworten, ob - UNGEACHTET DER GRÖSSE DER SPEICHERKARTE - Belichtungsreihen immer besser sind als Single-RAW Aufnahmen? Solche kleinen Geschichten wie mit der zu kleinen Speicherkarte werde ich hier nie mehr posten! Meine Güte! Seid ihr alle perfekt hier oder was?

Genervte Grüße

Tom

6

Montag, 16. September 2019, 19:16

Nein, sind sie nicht, ...

Es gibt Szenen die haben einen niedrigen Dynamikumfang *) (pastelliger Showroom im lokalen Möbelhaus), da genügt eine einzelne Aufnahme. Natürlich in RAW weil dort alles übliche (z.B. Farbsäume, Weißabgleich, etc) verlustfrei korrigiert werden kann.

Dann gibt es Szenen, deren Dynamikmfang deutlich höher ist, z.B Du in einer Kirche und draußen knallt die Sonne durch die bunten Fenster. Dort macht einer 3er-Reihe Sinn, aber man kann auch 5, 7, 9 oder sonstwieviele Bilder machen, sch**ß auf die Dateigröße, Speicher kostet ja nix mehr.

Viele Grüße, Mark :-)

PS: Manchmal frag ich mich ob Deine Beiträge Satire sind.

___________________________
*) Verhältnis von größter und kleinster Leuchtdichte, siehe auch: http://bit.ly/303piVY

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mark« (16. September 2019, 19:58)


7

Montag, 16. September 2019, 19:30

Garbage in, Garbage Out!

Hier nach dem Stellen von Gummi-Fragen rumzumosern „Versteht denn hier keiner die Frage?????“ „Meine Güte! Seid ihr alle perfekt hier oder was?“ ist doch etwas unangemessen.

1. „Ist der Unterschied im Endergebnis zwischen HDR als Ausgangsbasis“ .. „tatsächlich den ganzen Aufwand Wert?“
Ist unscharf formuliert. Was bedeutet in diesem Fall „Wert“ und was ist mit „HDR als Ausgangsbasis“ gemeint?
s.o.
Da schreibt niemand ein Buch als Antwort.
(Die einschlägigen Standardwerke wie z.B. von Thomas Bredenfeld würden aber sicherlich viele deiner Fragen beantworten.)


2. Jetzt ist die Frage: „ob“ .. „Belichtungsreihen immer besser sind als Single-RAW Aufnahmen“.
Jetzt geht es nicht mehr um „Wert“ sondern um „besser“.
Ganz andere Frage, aber wieder unscharf.
s.o.
Unklar bleibt u.a. weiterhin:
- wie ist der Kontrastumfang?
- welche Belichtungsreihen willst du verwenden?
- warum 3 Aufnahmen? („die 3-fache Datenmenge“)
- wie belichtest du?
- wie sind die Abstände?
- welche Reihenfolge?
- wie willst du die Belichtungsreihe verarbeiten? Schlechte Verarbeitung => schlechteres Ergebnis als ein gut entwickeltes RAW.
- was für ein Motiv? Belichtungsreihen von bewegten Motiven leiden z.B. häufig unter Geisterbildern.
Man könnte weitere Einschränkungen anführen und wieder ein Buch als Antwort schreiben.
Logisch gesehen müsste die Frage „immer besser“ aber klar mit nein beantwortet werden!


Mit entscheidend ist immer auch das Know-How des Fotografen.
Hier kann ich dir nur den Wahlspruch von Stephan Wiesner (youtube) ans Herz legen: „NICHT GLAUBEN. AUSPROBIEREN!“



Auf der anderen Seite, nur für deine berufliche Nutzung mit unbewegten Objekten als Makler:
Ja, wenn du richtig belichtest, die Verarbeitung beherrschst und/oder automatisieren kannst.

Und: du verlierst ja keine Qualität, wenn du eine Belichtungsreihe machst. Du kannst ja immer noch auf ein einzelnes RAW zurück greifen.



Der Weg ist das Ziel! Richte dich mindestens auf mindestens 5 Jahre ein.
Bis dahin haben sich Technik und Software schon wieder verändert.
Ohne sehr gute Programmierkenntnisse und weitere Kenntnisse (z.B. DTP) wird es sowieso für deinen Job nie wirtschaftlich sein.
Aber für die schönen Erinnerungen an einen Urlaub ist es das perfekte Hobby.
(Wenn du die vielen RAWs aufbewahrst und in einigen Jahren neu verarbeitest.)


„Instant-Profi-Pano“ gibt es nicht. Finde dich besser damit ab.

Sobald deine Objekte so groß sind, dass du, bei einer 3-er-Reihe, mit einer 32GB-Karte nicht auskommst, wird es spätestens Zeit einen Profi zu engagieren ;-)
Der hat dann wahrscheinlich auch zwei Speicherkarten in der Kamera.

Wenn ich bedenke, dass du auf deiner Web-Seite Fotokurse anbietest, kann ich Mark nur zustimmen:
„Manchmal frag ich mich ob Deine Beiträge Satire sind.“

8

Montag, 16. September 2019, 21:53

Sinn macht nicht HDR übrigens bei bewegten Motiven.

Tom58

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9

Dienstag, 17. September 2019, 08:40

Nein, sind sie nicht, ...

Es gibt Szenen die haben einen niedrigen Dynamikumfang *) (pastelliger Showroom im lokalen Möbelhaus), da genügt eine einzelne Aufnahme. Natürlich in RAW weil dort alles übliche (z.B. Farbsäume, Weißabgleich, etc) verlustfrei korrigiert werden kann.

Dann gibt es Szenen, deren Dynamikmfang deutlich höher ist, z.B Du in einer Kirche und draußen knallt die Sonne durch die bunten Fenster. Dort macht einer 3er-Reihe Sinn, aber man kann auch 5, 7, 9 oder sonstwieviele Bilder machen, sch**ß auf die Dateigröße, Speicher kostet ja nix mehr.

Viele Grüße, Mark :-)

PS: Manchmal frag ich mich ob Deine Beiträge Satire sind.

___________________________
*) Verhältnis von größter und kleinster Leuchtdichte, siehe auch: http://bit.ly/303piVY


Hallo Mark,

bis auf die völlig unnötige Polemik im PS, ist das eine Antwort auf meine Frage - danke!

Gruß
Tom

winni

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10

Dienstag, 17. September 2019, 16:55

HDR vs. RAW

Hallo Tom,
auch ich habe mich mit dieser Frage intensiv beschäftigt.
Seit ich mit der Nikon D850 und der Z7 fotografiere, mache ich ungefähr 80 % meiner Panoramen mit nur einer RAW-Datei und den Rest als HDR. Als ich noch mit der Nikon D800 fotografiert habe, waren die Anteile genau umgekehrt.


Ich hänge noch 2 360°-Panoramen an. Das erste ist nur mit RAW gemacht und das zweite ist ein HDR.
Viele Grüße, Winfried


Herzliche Grüsse aus dem Allgäu

Winfried

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Tom58

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11

Dienstag, 17. September 2019, 17:38

Hallo Tom,
auch ich habe mich mit dieser Frage intensiv beschäftigt.
Seit ich mit der Nikon D850 und der Z7 fotografiere, mache ich ungefähr 80 % meiner Panoramen mit nur einer RAW-Datei und den Rest als HDR. Als ich noch mit der Nikon D800 fotografiert habe, waren die Anteile genau umgekehrt.


Hallo Winfried,

danke für Deine nette und hilfreiche Antwort! Schön, dass es auch ohne bissige Kommentare geht.

Tatsächlich ist der Unterschied bei Deinen Beispielen nicht sehr groß, wie ich sehe. Nur bei den ganz hellen und ganz dunklen Bereichen hat das HDR etwas die Nase vorne. In einigen Fällen schneidet das Single-RAW sogar besser ab.
Vielleicht sieht die Sache jedoch in meiner APS-C Sensor Welt noch etwas anders aus. Ich werde meine Motive zukünftig gezielter nach großen Helligkeitsunterschieden betrachten. Wie hältst Du es denn mit Landschaftsaufnahmen? Bei Sonnenschein (und entsprechendem Schattenwurf) scheinen mir dann doch Belichtungsreihen sinnvoller - oder?

Nochmals danke und viele Grüße ins Allgäu!

Tom

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12

Dienstag, 17. September 2019, 18:05

Hallo Tom,
wie schon bei meinem ersten Beitrag gesagt, spielt der Dynamikumfang des Sensors eine sehr große Rolle. Das muss jeder für seine Kamera selbst austesten.Bei Sonnenschein können Belichtungsreihen besser sein, sie müssen es aber nicht. Es ist einfach vom jeweiligen Motiv abhängig. Man darf auch die Bewegung beim HDR nicht vergessen, wenn sich zum Beispiel die Baumkrone im Wind bewegt.
Wenn die Bewegungen zu stark sind, scheidet ein HDR automatisch aus. Da kann man nur mit Einzel-RAW arbeiten.



Ich hänge noch eine Aufnahme an, die im Bauernhofmuseum entstanden ist. Hier wurden einzelne RAW-Dateien verwendet.
Viele Grüße
Winfried
Herzliche Grüsse aus dem Allgäu

Winfried

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Tom58

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13

Mittwoch, 18. September 2019, 10:38

Hallo Winfried,

ich habe es gerade mal ausprobiert - meinem etwas betagten APS-C Sensor fehlt ganz klar der Dynamikumfang bei nur einer RAW-Aufnahme - leider! Ok, dass der Bereich um die Sonne und die ganz dunklen Stellen nicht mit bewertet werden können, ist klar. Aber auch der Rest der Aufnahme hatte nicht die Brillanz und Farbigkeit einer HDR Aufnahme. Auch nicht mit allen Tricks mit Lightroom. Das macht Dein Vollformat-Sensor wesentlich besser.
Ich bleibe also bei meinen Belichtungsreihen und nur wenn sehr viel Trubel oder starker Wind herrscht, dann stelle ich auf Single-RAW um.

Ich arbeite privat mit einer sehr leichten Systemkamera (bis auf das Objektiv), einem minimalistischen Nodalpunktadapter und einem Carbon-Stativ und bin deshalb auch bereit, für die Gewichtsersparnis Kompromisse einzugehen. Deshalb kommt für mich der Umstieg in die qualitativ bessere Vollformatklasse nicht in Frage.

Aber die Qualität der Nikon ist schon beeindruckend!

Danke und viele Grüße

Tom

14

Donnerstag, 26. September 2019, 20:41

meine Frage: Ist der Unterschied im Endergebnis zwischen HDR als Ausgangsbasis für PTGui und Single-RAWs tatsächlich den ganzen Aufwand Wert?

Vielen Dank für eure Meinung!



Hallo Tom

Antwort scheint mir gewiss zu sein.

a) Ja , wenn Tonumfang der Szene breiter als Tonumfang des Sensors ist. ( Zb Nachtfotografie, Reume mit fenster und Sonnenschein)
b ) Nein , wenn Tonumfang der Szene schmaler als Tonumfang des Sensors ist. Kann oft schädlich sein . ( zB. fotografie bei diffusem licht - nebel , bevölkt usw)

trotzdem ich fotografiere immer in Belichtungsreihe - 3 bis 6 Foto , aber nicht immer nehme alle Fotos zur HDR bearbeitung.

MIt ein bischen Erfahrung , und die hast genug , man kann locker merken, wann HDR vorteilhaft ist.
Tonnemapping selbst ( teil der HDR Technik) falls sinvoll wäre , könnte man auch an einzelnem raw anwenden .

Gruss.