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Undertable

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181

Montag, 18. Dezember 2017, 21:01

nur so aus Neugierde:


Daraus würde ich interpretieren dass der Funkauslöser weder länger noch stärker sein dürfte.
So wie er jetzt ist grenzt er in beiden Halbkugeln genau mit der Mittellinie ab (steht hier im Beispiel halt etwas versetzt).
D.h. würde die Software die Halbkugeln exakt an der Mitellinie zusammenflicken wäre der Funkauslöser gerade noch so unsichtbar.
Einzig die quadratische Anbindung (10x10mm) wäre noch sichtbar.

Anscheinend flickt die Software aber nicht exakt an der Mitellinie sondern sie schneidet nen schmalen Streifen weg.

Auf dem Blatt sieht`s fatal aus. Auf nem anderen Hintergrund fällts vermutlich nicht auf

kbaerwald

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182

Montag, 18. Dezember 2017, 21:12

Danke für den Tipp! Die Nahtstelle wird man vermutlich immer sehen aber den Helligkeitsunterschied würde ich so hinnehmen.
Bei einem anderen Motiv fällt`s dann vermutlich kaum noch auf.

Hallo Oli,

Ich bewundere deine Hartnäckigkeit - ehrlich! :thumbsup:

Ich bin da eher ein "Na-Gut-Typ", der auch schon mal beide Augen zudrückt. Besser kann man das nicht herausarbeiten. Ich hoffe deine Kamera kommt noch vor Weihnachten, sonst lieferst du noch eine wissenschaftliche Arbeit ab ... grins.

Gruß, Klaus

Undertable

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183

Montag, 18. Dezember 2017, 21:24

Hi Klaus,

wenn ich was bastle strebe ich i.d.R. eine möglichst optimale Lösung an.
Nur wenn mir das gelingt finde ich den Zeitaufwand dafür gerechtfertigt.
Gelingt mir das nicht lässt`s mir keine Ruhe. Dann bin ich mit mir selbst unzufrieden.

In dem Fall kann ich jetzt zum Glück nen Haken dran machen :-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (19. Dezember 2017, 06:01)


Undertable

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184

Freitag, 22. Dezember 2017, 12:25

Modifizieren des Mijia-Sticks

Der Dinger hat ja bekanntlich ne Schlaufe am Griffende. Stattdessen wäre ein Kameragewinde praktischer.
Nachfolgend mein Versuch das nachzurüsten

Die Endkappe hab ich mittig aufgebohrt (Vorsicht nicht tief rein! Da kommt gleich ein Kabel und das untere starre Teleskoprohrsegment) und mit ner Eisensäge vorsichtig sternförmig angesägt bis der Punkt kommt an dem die Kappe nachgibt und sich entfernen lässt



Die Öffnung verheisst nichts Gutes. Mit 3,2 mm...3,4 mm geht`s da nicht weit rein - sehr wenig Raum für nen Gewindeeinsatz!


Um zu sehn ob man aussen was dran machen kann lässt sich der Gummi-Griffüberzug nach hinten umschlagen

Der Griff besteht aus 2 miteinander verschraubten dünnen Griffschalen die nicht durchgängig zylindrisch sind.
Ungünstig um`s in der Drehmaschine zu spannen. Davon abgesehen passt der Griff auch nicht durch jede Spindelbohrung ;-)

Undertable

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185

Freitag, 22. Dezember 2017, 12:40

Modifizieren des Mijia-Sticks Teil II

hab beschlossen eine Gewindebuchse aus Alu einzukleben. So sollte sie werden

gemalt getan


Den Gegebenheiten des Griffs entsprechend müssen auch 2 Schlüsselflächen ran:

Der eingeklebte Gewindeeinsatz sieht dann so aus


Da die Klebestellen recht klein sind und speziell bei ausgezogenem Stick enorme Hebelkräfte wirken hat die Verklebung enorm was zu halten!
Gefühlsmässig würde ich

- den Stick nur frei in der Hand gehalten ausziehen und einschieben
- nur vertikal arbeiten
- ihn möglichst kurz ausgezogen verwenden

Dass die Linsen der Mijia auch ohne Fallhöhe schon beim umkippen was abkriegen hab ich ja schon erfahren müssen ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (22. Dezember 2017, 16:10)


kbaerwald

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186

Freitag, 22. Dezember 2017, 14:50

- den Stick nur frei in der Hand gehalten ausziehen und einschieben
- nur vertikal arbeiten
- ihn möglichst kurz ausgezogen verwenden

Moin Oli

bin gerade erst wieder online und direkt zu deinem Posting - du hast tatsächlich einen Mehrwert für diesen Stick erbracht. Schöne Arbeit. Damit wird der Stick deutlich nützlicher für einen Pano-Fotografen und erfährt auch eine "sichtbare" Veredelung durch die Handarbeit. Würde mal sagen, dass der Wert von 12 Euro netto mindestens um das Vierfache gestiegen ist ;-) .

MADV könnte also ruhig den gummierten Griff noch etwas verlängern und ein Gewinde einsetzen, ohne dass die grundsätzliche Funktionalität leiden würde. Das Ding wäre dann sicher nicht mehr als 5 Euro teurer geworden. Hat wahrscheinlich keiner daran gedacht, und das Zielpublikum ist ja auch eigentlich ein anderes.

Gruß, Klaus

Undertable

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187

Freitag, 22. Dezember 2017, 15:08

Hi Klaus,

gerade durch den 2 Schaligen Aufbau des Griffs hätte man da eine entsprechend längere "Kappe" mit Gewinde (z.B. aus PA6GF30) formschlüssig und belastbar mit einbauen (bzw. -klemmen können).
Klar, die Meisten werden das Ding schon in der Hand halten wollen. Daneben gibt es aber bestimmt nicht wenige die die Mijia irgendwo montieren wollten. Dazu müsste aber auch der Rest der Ausführung etwas vertrauenserweckender sein, so z.B. der obere Klapperatismus ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (22. Dezember 2017, 16:13)


188

Freitag, 22. Dezember 2017, 17:45

Da bist Du ja ganz nah bei meiner Lösung gelandet:
Wenn Du einfach die Schrauben im Griff löst, fällt die Kappe ohne Zerstörung raus.




Undertable

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189

Freitag, 22. Dezember 2017, 19:20

Hallo Volker

Da bist Du ja ganz nah bei meiner Lösung gelandet

Vielen Dank für`s Zeigen. Solche Basteleien find ich immer interessant!

Wenn Du einfach die Schrauben im Griff löst, fällt die Kappe ohne Zerstörung raus

Ich hatte zunächst keinen Plan wie der Griff aufgebaut ist. Meine persönliche Annahme war dass der Griff komplett TPU umspritzt ist und der Deckel evtl. heissverstemmt oder ultraschallverweisst.
Hätte der Griff durch die Spindelbohrung der Drehbank gepasst hätte ich ihn versucht aufzubohren und auszudrehen.
Da diese Möglichkeit ausschied hat sich im Schraubstock heraussgestellt wie der angebracht ist.

Hegau-Panorama

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190

Sonntag, 24. Dezember 2017, 11:48

Weihnachten

Schöne Weihnachten

ich habe meine Xiaomi einfach mal in den Weihnachtsbaum gestellt

Baumpano

Peter
360 Cities

...Neu im Forum?... ich lerne hier schon seit 13 Jahren

kbaerwald

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191

Sonntag, 24. Dezember 2017, 11:54

Hallo, Peter,

danke für den hübschen Einblick in deinen schön geschmückten Weihnachtsbaum! Ich wünsche dir auch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest (leider hier bei uns ohne Schnee).

Alles Gute

Klaus

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192

Mittwoch, 3. Januar 2018, 23:18

speziell für die Mijia hier wollte ich noch ein Ministativchen zusammenstellen mit möglichst dünnen Beinchen und möglichst dünnem obersten Rohrsegment.
Der Fuß mit den schlanken Beinen (Racksoy) war ein Tipp von Klaus - besten Dank.
Da hab ich mein modifiziertes Sirui-Einbein P-326 drauf adaptiert.

Dessen oberstes Carbon-Rohr mit Ø16mm überragt die schlankere Mijia.
Im Fussabdruck vom Stativ hab ich immer so ne Art Doppelabbildung von was Rundem und hielt das oberste Rohrsegment für verantwortlich.

Um das zu vermeiden wollte ich oben dünner werden. Von einem vorhandenem Reisestativ Sirui T-005 hab ich ein Telskopbein entnommen.
Wie sich herausstellte sind dessen Beinsegmente kompatibel zu den Carbon-Rohrsegmenten des Einbeins P-326. Das 16er Carbonrohr hab ich entfernt und statt dessen mit den Beinsegmenten Ø16/13/10 erweitert:

Die 10mm sind ideal für die mijia und verschwinden weitgehend unter ihr

Um das T-005-nicht opfern zu müssen könnte man statt dem 10er Beinsegment auch ein beliebiges anderes 10er Rohr verwenden, hier z.B. ein Kupferrohr 10x1:

Einen sauberen Stativabdruck bekam ich durch die Aktion leider trotzdem nicht.

Undertable

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193

Mittwoch, 3. Januar 2018, 23:30

Nachtrag: Augenhöhe im Vollauszug dann 1,96m wenn man es denn wollte (ohne meinen Funkauslöser dazwischen).
Dass das nur bei Windstille denkbar ist sollte bei der Beinspreizung klar sein ;-)

So schaut der Nadir aus von ganz oben:

Nicht sonderlich schön aber so ist es aktuell. Möglicherweise spielt die Struktur der Rauhfaserdecke eine Rolle weil die Kamera ja näher an der Decke ist?

kbaerwald

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194

Donnerstag, 4. Januar 2018, 09:30

Moin

ich denke einmal, dass das der Punkt ist, an dem ich die Entscheidung treffen würde: Retusche oder Kappe auf den Nadir. Es sei denn, es erfindet jemand die stativlose 360 OneShot Kamera mit AntiGrav-Einrichtung.

Oder bietet sowas an: Invisible 360 camera drone by Zmodo and Airmada für niedrigste Höhen. Das Konzept einer Überallhin-Mitnehm-Kamera geht dabei natürlich flöten :-).

Gruß, Klaus

P.S. @Undertable: Oli, ich finde, dass der Footprint für diese Art von Fotografie schon mehr als ideal ist. Wie schon per PM mitgeteilt, könnte man nur noch die Stabilität des Systems per Gewicht unter dem Dreibein verbessern. Bei der gegenwärtigen Wetterlage ist der Aufbau auf jeden Fall zu Hause zu lassen ...

Undertable

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195

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:46

Es sei denn, es erfindet jemand die stativlose 360 OneShot Kamera mit AntiGrav-Einrichtung.
Geben wir Xiaomi noch ein wenig Zeit dann kommt vielleicht mal ne Mijia mit Propellerchen raus. LG denkt schon mal in die richtige Richtung ;-)

Oli, ich finde, dass der Footprint für diese Art von Fotografie schon mehr als ideal ist
Von der Größer her schon. Die dünnen Beinchen könnten halt ihre Vorzüge dann erst richtig ausspielen wenn man zwischen ihnen noch verwertbares Bildmaterial zum stempeln hätte.
Ich träume noch von einem sauber abgegrenzt abgebildeten Footprint - gerne in dieser Größe.

Aktuell haben Verzerrungen und Doppelbild von der Fuß-Mitte noch Potenzial zur Optimierung. Da könnten die Mijia-Entwickler per Firmware-Update- und/oder die Softwareentwickler der Stitching-App(s) noch etwas nachbessern:

Nach wie vor hab ich den subjektiven Eindruck dass, abhängig von der Arbeitshöhe, an der Nahtstelle zwischen den beiden Halbkugeln etwas zu viel Bildmaterial (ca.1,5cm) abgeschnitten wird und verbleibendes Randmaterial nach innen über die Lücke gezogen wird.
Deshalb erscheint die Nahtstelle auch noch so verwaschen und das könnte evtl. auch Ursache für die Doppelbilder sein? Vielleicht tut sich da ja noch was?

Stabilität des Systems per Gewicht unter dem Dreibein verbessern
Um den hohen Schwerpunkt durch die aufmontierte Kamera auszugleichen müsste da was drunter das der kompakten und transportablen Bauweise zu wieder läuft.

Bei der gegenwärtigen Wetterlage ist der Aufbau auf jeden Fall zu Hause zu lassen ...
Allerdings :-)

Undertable

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196

Freitag, 5. Januar 2018, 22:09

Nadir-Studie: Was sieht die Mijia nicht und wie wird geflickt?

...sonst lieferst du noch eine wissenschaftliche Arbeit ab ... grins.

So nimmt denn das Unvermeidliche seinen Lauf :-)

Wie bereits erwähnt gefällt mir der Nadir noch nicht wirklich.

Nach wie vor hab ich den subjektiven Eindruck dass, abhängig von der Arbeitshöhe, an der Nahtstelle zwischen den beiden Halbkugeln etwas zu viel Bildmaterial (ca.1,5cm) abgeschnitten wird und verbleibendes Randmaterial nach innen über die Lücke gezogen wird.
Deshalb erscheint die Nahtstelle auch noch so verwaschen und das könnte evtl. auch Ursache für die Doppelbilder sein?
Das wollte ich doch etwas genauer wissen und hab mir folgende Versuchsanordnung aufgebaut:


Die Mijia sitzt auf einem 10er Röhrchen, das durchs Zentrum einer handgemalten Hilfsskala geht. So kann ich ungehinderte Sicht nach unten simulieren. Für den Test hab ich meine alte Mijia verwendet. Start war Auflage, also Kamera direkt auf die Platte gesetzt. In 20mm Schritten hab ich mich dann nach oben durchgearbeitet. Bei 620mm war Schluss. Das war meine längste 10er Rohr-Kombi (Kupferrohr auf Beinsegment). Davon abgesehen wirds ab einer gewissen Höhe eh zunehmend schwierig noch was zu erkennen. Hier nun also das Ergebnis:


Das Ministativchen aus dem Lieferumfang ist um die 62 mm hoch

Bei dieser üblichen Arbeitshöhe sieht die Mijia das hier:

So sieht`s unter ihr tatsächlich aus:


1.) näher an der Kamera fehlt im Nahtbereich ca. 15mm breit Bildmaterial (bunt karierter) Streifen.
2.) Dieses kommt mit zunehmender Arbeitshöhe nur zum Teil und nur als unschöne Überlagerung
3.) Die Überlappung an der Naht ist in der Nähe vorbildlich schmal, wird aber mit zunehmendem Abstand breiter.
4.) Mein Exemplar schielt leider etwas (senkrechte Linien fluchten nicht). Auch das wird mit zunehmendem Abstand schlimmer

Erkenntnisse:
Ziel war es zum Stempeln einen möglichst kleinen und sauberen Fussabdruck zu bekommen.
Mit zunehmnder Arbeitshöhe wird der zwar etwas kleiner, dafür wird das Bildmaterial um ihn herum aber schlechter und taugt nicht mehr zum Stempeln.
Ursachen könnten sein (nur meine persönliche Annahme)
- sinkende Schärfe an sich (Abstand Fokus?)
- Überblendung von Bildmaterial am Rand
- Schielen verschlimmert sich
- es schneidet sich zunehmend Bildmaterial von den Fisheye-Rändern wo die Auflösung i.d.R. sinkt

Wollte man in einem Raum mit 2,40m Höhe rundherum alles möglichst gleich gut abbilden wäre salopp gesagt 1,20m Augenhöhe ein gutes Maß.
Das dürften die meisten Einbeinstative oder gar Handy-Sticks locker abdecken. Aufwändig längere Stative zu basteln (wie in meinem Fall) lohnt sich bei der Mijia nicht.
Auch ultraschlanke Beine bringen nichts weil sie kein brauchbares Bildmaterial zum Stempeln freigeben.
So werde ich wohl auch für die Mijia wieder mein bewährtes Velbon Ultra Maxi Mini verwenden.

Das Schielen könnte vielleicht durch ein wie auch immer ausgeführtes Kalibrieren gemildert werden?
Gegen den Rest hilft vermutlich auch kein Firmwareupdate:

Bildwinkelbedingt treffen sich die beiden Sichtfelder in der Mitte. Noch relativ nah an der Kamera überschneiden sie sich in Bereichen mit jeweils brauchbarer Auflösung.
Je größer der Abstand umso mehr gerät dieser Schnittbereich an den Rand der Linsen, wo die Auflösung i.d.R. schlechter wird.
Die fehlenden 15mm Bildmaterial resultieren vermutlich aus der fixen Brennweite und dem vom Hersteller gewählten Augenabstand?

Interessant wäre noch wie die Theta das macht.
Mal sehn wenn ich Lust und Laune hab probier ich das mal noch aus.

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (5. Januar 2018, 23:12)


Undertable

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Samstag, 6. Januar 2018, 10:24

Die folgende Skizze zeigt nur schematisch einen vertikalen Schnitt durch die Mijia und ihre 2 Sichtfelder.
Sie sollte mir helfen die gestrigen Ergebnisse der Versuchsanordnung besser nachvollziehen zu können.


Den zuvor ermittelten ca. 15mm breiten Streifen fehlenden Bildmaterials (bunt karierter Bereich) hätte ich demzufolge ca. 19mm unterhalb der Mijia (-Grundfläche).
Mit zunehmender Arbeitshöhe müsste das fehlende Bildmaterial nach und nach ins Bild kommen und theoretisch bei ca. 114mm unter der Mijia (Augenhöhe 153mm bis zum Boden) voll abgebildet sein.
Darüber kommt es zu Überdeckungen von Bildmaterial beider Augen, die je nach Crop und zugestandener Nahtbreite (bzw. deren Überblendung) zu Verwaschungen und Doppelbildern im Nahtbereich führen können.

Feststellung:
gemäß obiger Skizze dürfte die Mijia theoretisch erst ab einem Abstand von 114mm (von ihrer Grundfläche/Standfläche aus) volle Rundum-Sicht haben.
Bei kürzeren Abständen müsste sie unter ihr eigentlich ein schwarzes Loch sehen.

Ich nehme an man will den Eindruck erwecken dass ihr tatsächlich nichts entgeht und sie wirklich alles unter sich sieht.
Deshalb näht man vermutlich das vorhandene Bildmaterial so zusamman dass eben kein Loch sichtbar ist.
Auf homogenen Flächen mit möglichst wenig- oder geometrisch unbestimmter Struktur erfüllt dieser "Beschiss" tatsächlich seinen Zweck und fällt nicht mal auf.
Als Nebenwirkung entstehen halt dann Verzerrungen im Randbereich, über die sich solche Griffelspitzer wie ich dann weniger freuen ;-)

Ich persönlich würde mir statt der Unterschlagung nicht vorhandenen Bildmaterials (das hört sich ja klasse an) lieber das schwarze Loch wünschen und mit ihm weniger Verzerrungen.
Das käme der Nadirretusche mittel Kopierstempel zugute. Das Loch würde ohnehin nur Bereiche des Stativs- oder Handy-Sticks verdecken. Und die Kamera ohne Sativ zu betreiben davon rate ich aus gutem Grund ab.


Wenn ich keinem Denkfehler unterliege verbleiben am Ende nun doch folgende
3 Stellschrauben an denen die Softwareentwickler vielleicht noch drehen könnten, und sei es gar optional (als feature!) durch setzen von Häkchen:

1.) Schwarzes Loch ja/nein
(und mit ihm Verzerrungen)
2.) der Crop! Der könnte bei Abständen von über 114mm (ab Unterkante / Grundfläche Mijia) die teils garstigen Doppelbilder noch etwas reduzieren
3.) Kamera-internes Kalibrieren: Sehfehler korrigieren (z.B. Schielen) = Unschärfe / Verwaschungen / Doppelbilder reduzieren

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »Undertable« (6. Januar 2018, 11:19)


kbaerwald

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Samstag, 6. Januar 2018, 10:30

Moin

m.E. spielt auch die Qualität der Fertigung eine große Rolle, wie auch der Typ von Fisheye, der verbaut wurde. Mir ist beim Stitchen meiner Panos mit PTGui aufgefallen, dass die stitchbaren Bildteile am Rand der beiden Halbkugeln nicht konzentrisch verteil sind, sonder leicht versetzt. Das kann man sicher alles ausgleichen (Kalibrierung). Es bedeutet aber auch, das die Linsen nicht immer 100%ig vis-a-vis verbaut sind - Qualität , Preis, Zielgruppe!

Weiterhin gibt es Fisheyes mit unterschiedlicher Kompressionsverteilung im Randbereich: Fisheyes mit Projektion vom Sinustyp zeigen hier starke Kompressionen verglichen mit denen vom Tangens-Typ. Wenn dann nicht mehr genug Fleisch (Auflösung und Überlappung) in der Suppe ist, gibt es Probleme.

Immer daran denken: dat Ding kostet nur 200 Euro! Immer die Kirche im Dorf lassen :)

Gruß, Klaus

Undertable

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Samstag, 6. Januar 2018, 11:00

Moin Klaus

Immer daran denken: dat Ding kostet nur 200 Euro! Immer die Kirche im Dorf lassen

Mein Gefachsimple kommt vermutlich völlig falsch rüber. Das Gerät ist erschwinglich und bezüglich der Bildqualität meines Erachtens derzeit das Beste unter den 2 Linsigen kompakten Lösungen.
Dessen bin ich mir bewusst und ich mag das Ding wirklich - sonst würde ich mich auch nicht so intensiv damit beschäftigen.

Natürlich will ich das Beste für mich aus dem Gerät herausholen. Dazu gehört auch ein sauberer Fussabdruck der sich bestmöglich wegstempeln lässt. Ebenso möchte ich die Grenzen des Geräts verstehen.
Geht Anderen vielleicht auch so. Deswegen poste ich meine Erkenntnisse so ausführlich. Muss ja nicht Jeder so viel Zeit investieren wie ich ;-)

kbaerwald

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Samstag, 6. Januar 2018, 11:36

Hallo Oli

Ich sehe ja, dass hier viele Leute mitlesen - sicher nicht trotz, sondern gerade wegen deiner Beiträge. Verzeih mir meine kleinen Sticheleien, die sind nicht bös gemeint.

Ich würde mal den Bereich der "Erkenntnisse" um meinen Anteil erweitern wollen:

- "Besser geht's nicht" mit der MiSphere
- Wir machen ja meistens keine Aufnahmen unter "Laborbedingungen": die Wahl des Nadir und die die Positionierung des Schnittsaums im Gesamtpano erfordern Entscheidungen. Wenn man die Saumstelle über die gesamte Sphäre verfolgt (zumindest bei meinem Exemplar), kann man, bei näherer Betrachtung, "Verwaschungen" erkennen. Ich versuche die Kamera so zu drehen, dass dieser Saum dann in unkritischen Bildbereichen liegt.
- Nach unten und oben schauen die wenigsten Betrachter: also Kappe aufsetzen und gut ists. Pano sofort aufnehmen und Nacharbeit max. 5 Minuten (meist Justage des Horizonts) lautet meine Devise beim Einsatz der OneShot-Lösungen. Vielleicht erleben wir ja noch ein Verbesserung der MADV stitching Werkzeuge.

Gruß, Klaus